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Die besten Apps für eine Reise nach China

Reise-Apps für iOS und Android
Herzlichen Glückwunsch, du hast dich also entschieden, nach China zu reisen!

Bevor es tatsächlich losgeht, empfiehlt es sich – egal in welches Land man verreist – ein paar Informationen zu sammeln (allgemeine Reise-Tipps für China) und Apps zu installieren. Schließlich weiß man nie so ganz genau, wann man wieder einen Internetzugang haben wird. Auch wenn es mittlerweile in sehr vielen Ländern kostenloses WLAN an Flughäfen, in Hotels und Restaurants gibt (in Hongkonger Bussen übrigens mindestens seit 2011).

Noch wichtiger ist aber für alle Android-Nutzer, dies VOR einer Reise nach China zu tun: Da sämtliche Google-Dienste in China blockiert sind, können auch keine Apps nachträglich, also vor Ort in China, installiert werden!

Die folgenden App-Tipps richten sich primär an Backpacker, Alleinreisende und alle, die China auf eigene Faust erkunden wollen, also ohne Reiseführer, der ihnen immer genau sagt, wo es hingeht und was gegessen wird etc. Nachdem ich nun schon ein paar Mal Besuch aus Deutschland hatte, hat sich diese Liste quasi von selbst geschrieben 🙂

 

Apps für China:

 
1. Wörterbuch und Übersetzung
KTdict Deutsch-Chinesisches WörterbuchAn oberster Stelle steht selbstverständlich eine Übersetzungs-App! Denn wer spricht schon Chinesisch, geschweige denn kann es sogar lesen? Meine Empfehlung ist hier ganz klar die App „KTdict“, die es aber leider nur für iOS gibt. Beste Funktion: Einfach ein Foto von einem Chinesischen Text schießen, Ausschnitt wählen und übersetzen lassen (Optical Character Recognition = OCR).
Eine andere gute App ist „Pleco“, die es für iOS und Android. Allerdings kostet hier die OCR-Funktion satte 15 Euro extra und man muss manuell das Deutsche Wörterbuch runterladen und aktivieren.
 

2. Map (offline Karte)
Maps.me offline Karte für ChinaExtrem nützlich ist auch eine Offline-Karte, mit der man halbwegs ohne fremde Hilfe durch die Gegend kommt. Google Maps kommt sowieso nicht infrage und wer keine Chinesische SIM-Karte hat, kommt auch mit der Apple-Karte nicht so weit. Ganz einfach die App „Maps.me“ runterladen für iOS oder Android und das entsprechende Kartenmaterial für die gewünschte Region oder Stadt vorab laden.
 

3. Metro App
MetroMan Subway App für ChinaMit der App „MetroMan“ für iOS oder Android bekommt ihr alles, was ihr für den Untergrund braucht: Alle Subway-Netze der wichtigsten Städte Chinas sind darin enthalten (Beijing, Shanghai, Hongkong, Guangzhou, Shenzhen, Taipei, Xi’an, etc.). Ebenfalls wichtig: Die App zeigt alle Stationsnamen in English und Chinesisch an, man kann Routen berechnen und erfährt die ungefähre Fahrtzeit (Achtung: umsteigen dauert manchmal 10-15 Minuten, die Stationen sind teilweise sehr groß oder überfüllt!).
 

4. Währungsrechner
MyCurrencyDer Wechselkurs zwischen dem Euro und dem Chinesischem Yuan (Renminbi) schwankt immer mal wieder stärker zwischen 1:6 und 1:8. Ich rechne daher meistens einfach mit 1:7 (1 Euro = 7 Yuan). Dank der kostenlosen App MyCurrency könnt ihr euch das lästige Kopfrechnen aber auch ersparen: iOS und Android.
 

5. Airpocalypse
AirpocalypseMit dieser iOS-App lässt sich jederzeit der aktuelle Wert der Luftqualität ablesen – und zwar der echte Feinstaubwert für PM2.5, nicht der von der Regierung kommunizierte. Je niedriger der Wert, desto besser. Dabei sollte man sich aber ganz schnell von deutschen Grenzwerten verabschieden (um die 20-25), denn in Beijing oder Shanghai sind durchschnittlichen Werte eher bei 50-100. Besonders cool an der App sind die jeweiligen Sprüche zu den Tageswerten. Leider gibt es diese bisher nicht für Android, aber es gibt einige Alternativen wie China AirQuality oder Air Quality Index BreezoMeter.

ps.: Atemschutz-Masken gibt es in jedem Supermarkt oder Convenience Store (7eleven etc.).
 

6. WeChat
WeChat AppWer längere Zeit in China bleibt, muss auf jeden Fall WeChat installieren. Und auch wenn man eine kurze Reise macht, aber trotzdem viel mit Einheimischen oder Expats in Kontakt ist, wird man nicht um WeChat herum kommen. Also, am besten einfach installieren 🙂
 

7. VPN für blockierte Webseiten
Wer westliche Webseiten oder Dienste wie Facebook, Twitter, Instagram oder Google Mail nutzen will, braucht einen VPN. Bleibt man nur für ein paar Wochen in China, dann reicht meist ein kostenloser VPN. Hier kann ich euch diese beiden empfehlen, aber erwartet nicht zu viel:

VPN App für ChinaIch kann euch auch einen kostenpflichtigen VPN-Anbieter empfehlen, der deutlich besser ist als die kostenlosen, aber nicht perfekt. Es kommt immer mal wieder vor, dass die Chinesische Regierung anlässlich von verschiedenen Ereignissen (Parteitage oder Ähnliches) diesen Dienst und andere sperrt, dann aber später wieder freigibt. Man weiß nie so genau, warum und wann es passiert und ist letztlich auf den Willen der Regierung angewiesen. Für langfristige Aufenthalte aber definitiv die beste Lösung, vor allem, wenn man das Jahrespaket mit Stealth-Mode hat!
 

Spezielle App für Shanghai: SmartShanghai

SmartShanghai AppSmartShanghai ist DIE ultimate App für Shanghai mit allen wichtigen Infos zu Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Shoppingmalls und spezielle Geschäfte, Parks, Märkte, Kinos und Event- und Party-Tipps! Diese gibt es sowohl für iOS als auch für Android bei Google Play oder als direkter Download.
 

Gute Reise!

 
ps.: Für die Reise empfiehlt es sich außerdem, ein paar Spiele zu installieren, um sich die Zeit während des Fluges zu vertreiben:

Chinesisch lernen mit Anki

Anki App: Chinesisch lernen Anki App: Übersicht meiner Decks Anki App: Lerneinstellungen ändern

Nachdem ich in meinem letzten Beitrag schon ausführlich über Unterschiede zwischen Deutsch und Chinesisch sowie meine Motiviationshilfen beim Lernen von Chinesisch geschrieben habe, stelle ich euch nun die Software vor, mit der ich bereits seit langem erfolgreich lerne.

Auswendiglernen mit Anki
Meine Wunderwaffe namens Anki gibt es für Windows, Mac OS X, Linux, Apple iPhone/iPad (Affiliate-Link), Android und viele andere Geräte. Da es sich dabei um eine Open Source Software handelt, kann jeder diese an sein Gerät oder Betriebssystem anpassen. Grundsätzlich ist es auch kostenlos, mit Ausnahme der iPhone-/iPad-App, vermutlich sind deren Nutzer einfach spendabler. Außerdem gibt den kostenlosen Webservice Anki Web, über den man genauso gut lernen kann, aber immer eine Internetverbindung benötigt. Damit habe ich aber auch lange sehr gut gearbeitet.

Was bedeutet „Anki“?
Der Name „Anki“ leitet sich aus japanischen Wort 暗記 = anki für „Auswendiglernen“ ab und macht den Sinn der Anwendung deutlich.

Was macht Anki so besonders?
Anki ist eine Art digitales Karteikartensystem. Früher hat man sich Dinge, die man lernen musste/wollte auf Karteikarten notiert und diese Stück für Stück abgearbeitet. Karten, die man schnell und leicht gelernt hatte, legte man ganz ans Ende des Stapels (oder auf einen anderen). Andere Karten, die schwieriger waren, mussten früher wiederholt werden und wurden entsprechend weiter vorne einsortiert. Dank der neuen technischen Möglichkeiten übernimmt dieses Sortieren nun die Software, in diesem Fall Anki.

So funktioniert Anki
In Anki sieht man im Prinzip zuerst immer die Vorderseite einer Lernkarte und erst bei Klick (oder Touch) wird die „Rückseite“ ebenfalls eingeblendet, so dass man alle Informationen einer Karte sieht. Dann muss man realistisch angeben, wie gut man den Inhalt der Karte wusste und entsprechend auf einen der Buttons klicken. Dort steht immer eine gewisse Zeitspanne, nach der dann die Karte voraussichtlich wiederholt wird. Bei mir schwanken die Angaben manchmal auch innerhalb eines Decks sehr stark, mal sind es 2, 3 oder 4 Buttons mit 10, 20 Minuten oder 3 oder 4 Monaten). Um es einfacher zu machen, sehe ich das immer als ein mehr-stufiges System an und nehme meine Bewertung nach Gefühl vor (sofort, bald, später, so gut wie nie). Und dank der Speicherung der Daten in der Cloud kann man mit verschiedenen Geräten immer auf den gleichen Stand seiner Decks zugreifen und weiter lernen.

Anki App: Vorderseite einer Lernkarte Anki App: Vorder- und Rückseite einer Lernkarte Anki App: Karte editieren

Hörübungen auch möglich
Neben Bildern ist es außerdem möglich, in Anki Video- und Audiodateien einzubinden, so dass man ohne Probleme auch Hörübungen durchführen kann. Damit wird das Lernen einer Sprache deutlich effektiver und besser (Videos lenken manchmal zu sehr ab)! Wer es noch etwas ausgefallener mag, der kann über LaTeX auch wissenschaftliche Formeln in Anki einbinden und lernen und so z.B. Mathematik, Physik oder anderen Schwachsinn lernen. 😉

Die Audiodateien werden automatisch abgespielt, sobald die Karte geöffnet wurde. Über den Play-Button kann man sich die Hörübung so oft anhören, wie man möchte, bevor man die Auflösung öffnet:

Anki App: Hörübung Anki App: Auflösung der Hörübung Anki App: Audioinahlt auf der Rückseite einer Karte

Umfangreiche Statistiken über Lernerfolg
Um ehrlich zu sein, nutze ich selbst diese Funktion überhaupt nicht, aber trotzdem: Wer sehen möchte, wie schnell er welche Art von Vokabeln oder Inhalte lernt (alte, neue, Lernbremsen, etc.), der kann sich im Statistik-Bereich von Anki so richtig austoben. Das bringt aber nur etwas, wenn man auch ehrlich zu sich selbst ist und die Bewertungen nicht fälscht.

Umfangreiche Decks zum Download
Dank der mittlerweile großen Fangemeinde gibt es zu nahezu jedem Thema sehr viele freie Decks zur Verfügung, die man direkt runterladen, anpassen und verwenden kann. Viele Inhalte sind aber leider auf englisch und es gibt wenige deutsche Decks. Aber: Wer sucht, der findet!

Mein Fazit zu Anki
Es gibt viele Programme und Apps, die ähnliche Funktionen wir Anki haben, aber keine davon funktioniert so gut, keine hat so viele Funktionen und keine unterstütz derart viele Systeme wie Anki. Nebenbei sieht Anki als Programm auf dem Mac und als App einfach super aus und ist dabei auf das Wesentliche reduziert und läuft super schnell. Und wer sich beim Lernen nicht selbst bescheißt, wird schnell Erfolge mit der App erzielen.