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Videos: Chinas Mega-Projekte

Chinas aktuelle Mega-Projekte: größer, höher, schneller

Chinas Gigantomanie kennt bekanntlich keine Grenzen, jedes Jahr wird eine noch größere Brücke gebaut, ein noch tieferer Tunnel gegraben und so weiter. Die Entwicklung scheint kein wirkliches Ende zu nehmen.

Diese wunderschön aufbereiteten Kurz-Videos geben einen kleinen Einblick über die aktuellen Mega-Projekte, an denen derzeit in China gearbeitet wird:

Themen-Liste:

  • Jing-Jin-Ji, A MEGALOPOLIS
  • China’s Amazing Water Canal
  • The World’s Largest Airport
  • The High Speed Rail Revolution
  • The Longest Underwater Tunnel
  • World’s Largest Wind Farm
  • China’s Nuclear Boom
  • Double MEGA-Bridges
  • Outlook: China’s Future MEGAPROJECTS (2016-2050’s)

Vor allem das erste und dritte Thema finde ich extrem faszinierend: die Megastadt Jing-Jin-Ji um Beijing herum und ihr neuer Flughafen. Das könnte schon bald als Modell für andere Länder dienen, die vor einer ähnlichen Entwicklung stehen – auch wenn die Maßstäbe natürlich immer ein wenig anders sind in China.

Quelle: The Daily Conversation

Du weißt, du bist IMMER NOCH VIEL ZU LANGE in China, wenn…

…mitten in der Stadt ein riesiges Kraftwerk mit mehreren Kühltürmen steht (Shijiazhuang).

…abends um 22 Uhr mitten in der Stadt (Shanghai) ein Bulldozer an dir vorbeifährt und ein junger Mann (max. 18 Jahre jung) mit Baseballkappe (falschrum!) am Steuer sitzend sein Handy bedient (zu 99% WeChat oder ein Video schauend, jede Wette).

…in der Bahnhofs-Wartehalle eine Frau auf den Bänken liegt und 20 bis 30 Nadeln im Rücken stecken hat und sie kurz darauf von einem Masseur durchgeknetet wird (Shijiazhuang).

…dir auf dem Weg zum Flughafen bewusst wird, dass Beijing in 5 Jahren um mindestens einen Autobahn-Ring wachsen wird (das wird dann der 6. sein).

…Dir bewusst wird, dass Beijing in 5 Jahren auch 2 Flughäfen von der Größe des Frankfurters haben wird.

…Dir bewusst wird, dass Beijing in 10 Jahren mit mehreren anderen Städten verschmelzen wird – und dann mit bis zu 130 Millionen Einwohnern nur noch Jing-Jin-Ji heißen wird.

Alle Episoden dieser Serie in chronologischer Reihenfolge:

Mein Fazit aus Dengfeng und Zhengzhou

Typisches Gefährt zur Lieferung von Kohle-Briketts

Die Stadt Dengfeng ist hässlich, klein („nur“ 600.000 Einwohner, fühlt sich aber an wie Darmstadt mit 150.000) und bietet außer dem Shaolin Tempel und dem Luya-Wasserfall nur wenige weitere Sehenswürdigkeiten. Trotzdem sollte man als Fan von Kung Fu einmal hier gewesen sein, da es quasi das Mekka, der Geburtsort von Kung Fu ist. Aber warum zum Teufel gibt es keine einzige Postkarte vom Shaolin Tempel oder dem Pagoden-Wald in der Stadt zu kaufen???

Arbeiten auf der Strasse

Die Stadt Zhengzhou habe ich zwar nur zweimal kurz per Bus (und Motorroller) durchquert, doch was an meinem Rückreisetag dort los war, war schon krass. Ich schätze, dass es doppelte so viele Menschen waren wie am Freitag (als ich angereist bin), die um den Bahnhof und in der Stadt herum liefen. Wahnsinn, was da los war! Man sah auch fast ausnahmslos Motorroller und so gut wie keine Fahrräder. Insgesamt sieht Zhengzhou aber noch schlimmer aus als Dengfeng, da überall halbfertige Gebäude und andere Baracken stehen. Von dem üblichen Müll ganz abgesehen…

Verkehr in Zhengzhou

Und weiter ging die Reise, heute also nach Xi’an. Erstmal musste ich per Bus nach Zhengzhou und von dort per Bus weiter zum Flughafen. Dort hatte ich dann noch einige Zeit zu warten, bis endlich mein Flieger ging. Das besagte Flugzeug der Joy Air (幸福航空公司) war eines der kleinsten, mit dem ich jemals geflogen bin. Einzig bei meinem ersten Amerika-Flug waren wir in einer ähnlich kleinen Maschine unterwegs. Doch die chinesische war definitiv etwas anderes: Ich hatte direkt nach dem Einsteigen einen Kerosingeruch in der Nase und während des Fluges dröhnte die Maschine ordentlich laut. Abgesehen davon konnte ich gerade so aufrecht stehen, wenn nicht gerade eines der Gepäckfächer geöffnet war. Beim Ein- und Aussteigen musste ich fast in die Hocke gegen, so klein war die Tür. Überraschenderweise war die Beinfreiheit dagegen sehr groß, ich hatte noch 10 cm Abstand zum Vordersitz. Auch zu essen gab es eine Kleinigkeit (chinesische Kekse von der deutschen Firma Kraft) genauso wie eine kleine Flasche Wasser.

Die größte Überraschung für mich aber war, dass sämtliche Flüge trotz eines krassen Nebels pünktlich abflogen. Ok, die Sicht war nicht so schlecht wie damals im Winter am Flughafen in Bologna Forli (mit Ryan Air), aber trotzdem!

Der typische chinesische Winternebel (hier am Flughafen in Zhengzhou)

Nach der Landung (der Flug dauerte etwa 1,5 Stunden) ging’s dann wieder per Bus weiter in die City. Leider war auch in Xi’an dieser merkwürdige Nebel, bei dem man nie so genau weiß, ob es sich um Smog oder echten Nebel handelt… Den hatte ich schon in Hangzhou, in Dengfeng und jetzt auch in Xi’an.